🖋️ Einleitung

Gesundheitspolitische Debatten drehten sich fast immer zuerst um die Finanzierung und erst danach um die Frage, wie Versorgung besser organisiert werden kann – das war nie anders. Dabei wurde der politische Spielraum für strukturelle Reformen mit der Zeit immer kleiner: Heute wird nur noch über Dämpfung, Abschläge und schärfere Nachweispflichten verhandelt, kaum über Effizienzen oder neue Versorgungsmodelle. Die Kleine Anfrage der Linken zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz fragt entsprechend nach dem, was am Ende dieser Kette übrig bleibt: den Versorgungsfolgen.

Daneben zieht sich eine zweite Linie durch die aktuellen Themen: die Frage, wer den Zugang zur Versorgung steuert. Hier warten wir gespannt auf den ersten Entwurf des Primärversorgungsgesetzes. Klar ist schon jetzt: Mit dem GeDIG, dem PNOG und dem Primärversorgungsgesetz stehen im kommenden politischen Halbjahr drei große Vorhaben an.


🧾 Gesetzgebung & politische Prozesse

🔸 Kleine Anfrage zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Die Fraktion Die Linke hat eine Kleine Anfrage zu den Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die häusliche Krankenpflege, die außerklinische Intensivpflege und die ambulante Versorgung in Flächenländern, insbesondere Thüringen, gestellt (BT-Drs. 21/7710). Im Fokus stehen mögliche Folgen der begrenzten Vergütungssteigerungen, steigende Personal- und Fahrtkosten, höhere Zuzahlungen sowie Risiken für die flächendeckende Versorgungssicherheit.


🏛️ Aktuelles aus der Policy-Arbeit der Geschäftsstelle und des SVDGV


📰 Debatten & Medienmonitoring